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PREVIEW - Rudi Wach – Einst war ich eine Hand. Skulpturen und Zeichnungen

Das jüngste Werk des renommierten, 1934 in Hall in Tirol geborenen und seit 1963 in Mailand lebenden Künstlers Rudi Wach steht im Mittelpunkt der Ausstellung „Einst war ich eine Hand“. Sie ist im Foyer des Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum vom 5. Februar bis 25. März 2010 zu sehen.


Waren bisher Mythen, Archetypen, die Metamorphose von Mensch und Tiergestalten das zentrale künstlerische Thema, wovon die vor dem Museum aufgestellte, 2005 entstandene Figur „Im Sturz“ zeugt, erfolgte in den letzten Jahren eine inhaltliche Konzentration. Dies verdeutlichen die gezeigten, großformatigen Skulpturen und Zeichnungen der laufenden Ausstellung.


Die Aufmerksamkeit von Rudi Wach konzentriert sich auf den menschlichen Körper, vor allem auf dessen Hände und Füße. Mit ihnen geht der Künstler einen, nicht nur formalen Dialog ein. Für ihn werden sie zu Figuren, zu Wesen. Sie bilden durch ihre dichte Aufstellung in der Ausstellung, die eine Analogie zur Ateliersituation darstellt, einen Wald, durch den sich der Künstler und die BesucherInnen bewegen. Die überdimensional großen, stark expressiv gestalteten Hände und Füße haben durch das Weiß des Materials Gips beziehungsweise durch die Grauwerte des Zeichen“stiftes“ eine besondere Leichtigkeit erhalten. Die Formauflösung wird durch das gezielte Miteinbeziehung des Lichtes in der Skulptur und der Schattierungen in der Zeichnung verstärkt. Die expressive Formensprache der letzten Jahre wurde intensiviert, ohne die Bezüge zu den Naturformen jemals aufzugeben.

 

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Kunstankäufe des Landes Tirol 2004-2006
17. Dezember 2009


Im Mai 2001 hat der damalige Kulturreferent des Landes Tirol, LH Günther
Platter, erstmals eine unabhängige Fachjury für die Kunstankäufe des
Landes ernannt, mit der Absicht, eine Sammlung der Gegenwartskunst mit
eigenständigem Profil aufzubauen. Die gemeinsam von einem Vertreter des
Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum mit zwei auswärtigen, im Rhythmus von
zwei bis drei Jahren wechselnden Jurymitgliedern angekauften Werke
sollten in den Bestand des Ferdinandeums integriert werden, um dadurch
dessen bedeutenden historischen Bestand durch zeitgenössische Werke
systematisch zu erweitern und zu vertiefen.

Die KünstlerInnen
Mit der Präsentation der "Kunstankäufe des Landes Tirol 2004 -- 2006"
liegt gleichsam der Rechenschaftsbericht der zweiten Ankaufsjury
bestehend aus Kathrin Rhomberg, Veit Loers und Günther Dankl vor. Das
Hauptaugenmerk liegt auf dem Erwerb zeitgenössischer Kunst aus Tirol:
von den Künstlerinnen und Künstlern, deren Werke in den Jahren 2004 --
2006 angekauft wurden, stammen allein 16 aus Tirol bzw. Südtirol,
nämlich Martin Bruch, Maria Brunner, Norbert Brunner, Irene Dapunt,
Georg Decristel, Richard Hoeck, Siggi Hofer, Peter Kogler, Bernhard
Leitner, Walter Obholzer, Wally Salner [_fabrics interseason], Eva Schlegel, Esther Stocker, Elmar Trenkwalder, Hans Weigand und Lois Weinberger. Darüber hinaus wurden von international bekannten KünstlerInnen, wie John Bock, André Butzer, Clegg & Guttmann, Jeanne Faust / Jörn Zehe, Andreas Hofer, Martin Kippenberger, Hans Schabus oder Franz West, Werke aus in Tirol präsentierten Ausstellungen oder solche mit Tirolbezug erworben. Darüberhinaus hat sich die Jury bemüht, die Teilnahme Tiroler KünstlerInnen an international bedeutenden Ausstellungen, wie der "documenta" in Kassel, entsprechend zu dokumentieren (Peter Kogler, Lois Weinberger) oder bestehende Lücken in der Sammlung des Ferdinandeums zu schließen (Georg Decristel, Bernhard Leitner). Einige der angekauften Werke wurden bereits in die Neuaufstellung der Modernen Galerie im dritten Obergeschoss (Kunst seit 1960) integriert.

Werke
Die Bandbreite der Ankäufe reicht von Installationen, Skulpturen,
Malerei und Zeichnung bis hin zu den Medien Fotografie, Film und Video.
Die Auswahl der Werke erfolgte dabei nach mehreren Gesichtspunkten. In
inhaltlicher Hinsicht finden sich aktuelle gesellschaftspolitische Aussagen (A. Hofer, M. Kippenberger, A. Butzer) ebenso wie der ganz persönliche Umgang mit psychischen und physischen Erscheinungen (M. Bruch, M. Brunner, N. Brunner, E. Trenkwalder). Den "Akt des Sehens" thematisieren E. Schlegel in der Fotografie und E. Stocker im Video während I. Dapunt oder W. Obholzer z.B. die Grenzen der Malerei ausloten bzw. erweitern. Grenzenüberschreitendes sowohl in formaler als auch inhaltlicher Hinsicht findet sich ebenso bei G. Decristel und B. Leitner, L. Weinberger, H. Schabus oder H. Weigand. Die Grenze hin zur Mode überschreiten in ihren Arbeiten _fabrics interseason und jene zur Architektur P. Kogler. Von den international bekannten Künstlern Clegg & Guttmann, J. Bock oder J. Faust / J. Zehe schließlich wurde je ein in Tirol entstandenes Werk mit Tirol-Bezug angekauft.
Quelle: Tiroler Landesmuseen